Anlass und Ziel des Wiederansiedlungsprojektes

Leider ist es heute kaum noch bekannt, dass auch die Wümme vor nicht allzu langer Zeit die Heimat von Lachsen und ihren nahen Verwandten - den Meerforellen - war. Bis Anfang des 20. Jahrhundert zogen diese eindrucksvollen Fische jedes Jahr in großer Zahl von der Nordsee zum Laichen in die Bäche des oberen Wümmesystems.

    Um 1925 wurden die letzten Wümme-Lachse gefangen - 1984 kehrten die ersten Meerforellen wieder zurück !         (Fotos: Kurt Brammer, Rainer Stamm)

Seit aber fast alle unsere Bäche begradigt und ausgebaut wurden und die Sandfracht nach den Verkopplungen im 19. Jahrhundert enorm anstieg, fanden diese Fische keine Laichplätze und geeigneten Lebensräume mehr. Die vor allem im Unterlauf der Wümme errichteten Stauwehre verhinderten vielfach die Laichwanderungen der Fische in die Oberläufe der Bäche. So kam es, dass Lachs und Meerforelle um 1925 im Wümmegebiet ausstarben. Mit ihnen verschwanden vielerorts auch andere Arten wie z. B. Elritze, Fluß- und Bachneunauge, Mühlkoppe, Fischotter und Schwarzstorch, die in und an den beeinträchtigten Bächen keinen geeigneten Lebensraum mehr fanden.

    Unser Ziel: Vom begradigten Abflusskanal hin zu naturnahen Bachlebensräumen (Fotos: R. Gerken)

Der  Angelverein Lauenbrück hat es sich daher es sich daher gemeinsam mit den Angelvereinen Fintel und Westervesede zur Aufgabe gemacht, diese vom Aussterben bedrohten Fischarten wieder anzusiedeln. Seit 1982 wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um im oberen Wümmegebiet wieder eine natürliche Meerforellen- und Lachspopulation aufzubauen. Unter Maßnahmen / Projekte erhalten Sie einen kleinen Einblick in unsere Arbeit und können erfahren, was noch getan werden muss, damit Wümme, Fintau, Ruschwede und Veerse in Zukunft wieder naturnahe, vielfältige und fischreiche Lachs- und Meerforellenbäche werden!

Näheres auch unter: www.wuemme-meerforelle.de

Rainer Stamm vom ASV "Forelle" mit einem Lachs-Milchner aus der Fintau (Dezember 2000;  Foto: Lothar Witt)